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BAGSO-Konzept für Kommunen

Fit im Alter

BAGSO-Konzept zur Gesundheitsförderung in Pilotkommunen

Aufgrund des demografischen Wandels, veränderter Haushaltsstrukturen und abnehmender Versorgung durch Familienmitglieder steigt der Unterstützungs- und Hilfebedarf älterer Menschen im eigenen Wohnumfeld. Insbesondere ältere Menschen mit körperlichen, geistigen und/oder psychischen Beeinträchtigungen sind oftmals auf Betreuung und Versorgung angewiesen, um den Alltag selbstbestimmt zu gestalten. Aus gesellschaftspolitischer Sicht ist eine aktive Gesundheitsförderung älterer Menschen von besonderer Bedeutung, da sie einen wertvollen Beitrag leisten kann zur Förderung der körperlichen, geistigen und psychischen Gesundheit und somit die Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit älterer Menschen verbessert oder nachhaltig erhält.

Insbesondere eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und die soziale Teilhabe sind aus wissenschaftlicher Sicht wichtige Voraussetzungen zur Erhaltung der Selbständigkeit älterer Menschen.

Auf kommunaler Ebene sind vielfältige Dienstleistungsangebote etabliert, die älteren Menschen wertvolle Unterstützung im Alltag bieten.

Nach Auffassung der BAGSO liegt in den in Kommunen bestehenden Dienstleistungsangeboten (Liefer-, Besuchs-, und Begleitservice, gemeinsame Mittagstische, Seniorentreffs und Ausflüge, ambulante Pflegedienste, Apotheken, Essen auf Rädern, Ärzte, Physiotherapeuten) ein großes Potential gesundheitsfördernde Maßnahmen mit einfließen zu lassen ohne zusätzliche Dienste etablieren zu müssen. Sofern nicht ausreichend Dienstleistungsangebote hinsichtlich des quantitativen oder individuellen Bedarfs spezieller Zielgruppen etabliert sind, sollten sie in Abstimmung mit allen in der Seniorenarbeit Verantwortlichen in den Kommunen erweitert bzw. ergänzt  und vernetzt werden.

Die BAGSO erprobte dazu im Zeitraum von 2013 – 2014  in vier Pilotkommunen (Bad Windsheim in Bayern, Verbandsgemeinde Diez in Rheinland Pfalz, Landkreis Peine in Niedersachsen und Sondershausen in Thüringen) ein Konzept, um vorhandene Dienstleistungsstrukturen für ältere Menschen auf kommunaler Ebene im Hinblick auf gesundheitsförderliche Aspekte zu verbessern und sinnvoll zu vernetzen. Angebotslücken sollten aufgedeckt und geschlossen, Synergien genutzt und Bedarfsveränderungen bei Älteren frühzeitig erkannt werden.

Ergebnisse und Erfahrungen der Pilotkommunen sind im Praxishandbuch erläutert.