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Fachtagung Bonn 11/2014

Fit im Alter

BASGSO Konzept zur Gesundheitsförderung erfolgreich in vier Pilotkommunen erprobt - Leitfaden vorgestellt




Die BAGSO Ehrenvorsitzende Roswitha Verhülsdonk stellte in der Einführung zur BAGSO Fachtagung am 18. November 2014 in Bonn fest: „Der demografische Wandel mit einer steigenden Zahl älterer Menschen erfordert transparente Strukturen der unterstützenden Dienstleistungsangebote, damit ältere Menschen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit weiterhin Zuhause leben können“.

An der Fachtagung wurde der BAGSO Leitfaden „Länger gesund und selbstständig im Alter – aber wie? Potenziale in Kommunen aktivieren“ vorgestellt. Er basiert auf den Erfahrungen und Ergebnissen, die bei der Erprobung des BAGSO Konzeptes in vier Pilotkommunen Bad Windsheim, Sonderhausen, Landkreis Peine und der Verbandsgemeinde Diez gewonnen wurden.

Die Tagung zum Thema fand im Rahmen des BAGSO Projektes „Im Alter IN FORM-Gesunde Lebensstile fördern“ statt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

In Ihrem Grußwort erläuterte Dr. Bettina Hartwig, Ministerialdirigentin des Bundeministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, „INFORM Deutschlands Initiative zur ausgewogenen Ernährung und ausreichenden Bewegung“. Sie hob dabei die Bedeutung von Vernetzungen der Angebote vor Ort für den Informations-fluss und die Synergieeffekte bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen sowie deren Qualitätsentwicklung und -sicherung hervor.

Welchen Beitrag die Gesundheitsförderung älterer Menschen zur Gestaltung des demografischen Wandels in Kommunen leisten kann, zeigte die Direktorin des Institutes für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Medizinischen Hochschule Hannover, Frau Prof. Ulla Walter, auf.

Verantwortliche Akteure in den Pilotkommunen berichteten über den Verlauf und die bisherigen Ergebnisse des Prozesses zur Verbesserung der Angebote zur Gesundheitsförderung für ältere Menschen. Vor allen die entstandenen Angebote und Kooperationen der Akteure oder Vernetzungen von Verantwortungsträgern in der Arbeit mit älteren Menschen sichern die Fortführung der aktiven Gestaltung der Gesundheitsförderung in den Pilotkommunen. Die neu gewonnenen Impulse für die Seniorenarbeit vor Ort wurden erläutert und man war sich einig: „Der Prozess wird fortgeführt und weitere Projekte initiiert werden. An Ideen und Aufgaben fehlt es nicht.“

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion stellte Frau Prof. Astrid Hedtke-Becker, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, Leitthesen vor zu der Frage, wie kommunale Netzwerke beim Ausbau gesundheitsfördernder Angebote helfen können:

Expertinnen und Experten vom Deutschen Landkreistag, der Wissenschaft und aus den Pilotkommunen reflektierten die Thesen und zogen als Bilanz des bisherigen Prozesses in den Kommunen: Alter wird künftig individueller und die Angebote müssen darauf abgestimmt werden. Die Anpassung der Angebote an den sich ändernden Bedarf der älteren Menschen wird ein fortwährender Prozess bleiben. Die Kommunen stehen in der Verantwortung Initiativen zu ergreifen und Akteure in den Gestaltungsprozess mit einzubinden.

Dokumentation
Tagungsprogramm

Der BAGSO Leitfaden „Länger gesund und selbstständig im Alter – aber wie? Potenziale in Kommunen aktivieren“ mit Anregungen und Praxisbeispielen sowie Ablaufplänen, Präsentationen und hilfreichen Informationen auf einer beigefügten CD ist kostenfrei zu beziehen unter:

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